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Jens Scheer
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| Jens Scheer | |
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| * 30. Mai 1935 in Hamburg (Deutschland) | |
| † 18. Juli 1994 in Bremen | |
| Heimatland: | Deutschland |
| Beruf: | Physiker |
Jens Scheer (* 30. Mai 1935 in Hamburg; † 18. Juli 1994 in Bremen) war ein Atomphysiker und Atomkraftgegner.
Scheer studierte Physik und Astronomie in Hamburg und Heidelberg, ging danach an das Lawrence Livermore National Laboratory in Berkeley (USA) und wurde dann wissenschaftlicher Mitarbeiter und Strahlenschutzbeauftragter am Berliner Hahn-Meitner-Institut. Im Zuge der 68er-Bewegung engagierte er sich in der KPD und in der Anti-AKW-Bewegung. Auf Grund seiner politischen Aktivitäten musste der zum Professor gewordene Scheer zwischen ca. 1975 und 1985 gegen Berufs- und Hausverbote an der Universität Bremen kämpfen. Nach dem Tschernobyl-Unglück war Scheer als Experte für Diskussionsrunden und Veranstaltungen gefragt.
Scheer beschäftigte sich in seinen letzten Jahren speziell mit der radioaktiven Niedrigstrahlung und unternahm Anfang der 1990er-Jahre zusammen mit Ernest J. Sternglass verschiedene Vortragsreisen durch Deutschland. Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich auch mit neuen Ansätzen zur Quantenmechanik (siehe David Bohm und bohmsche Mechanik).
[Bearbeiten] Veröffentlichungen (chronologisch)
- Jens Scheer, Werner Heuler: Das sowjetische Atomprogramm, Bremen 1982 (Information zu Energie und Umwelt; 17)
- Führt die moderne Physik zu Magie und Astrologie?, Wechselwirkung Nr. 28, Februar 1986
- Reimar Paul (Hrsg.): Atomkraft am Ende? - mit einem Beitrag von Jens Scheer, Göttingen 1986
- Niels Bohr vom Kopf auf die Füße stellen / Eine tote Katze in Schrödingers Kasten, Streitbarer Materialismus Nr. 12, März 1989
- Kommunismus - Naturalismus - Humanismus, Streitbarer Materialismus Nr. 14, Januar 1991
- Radioaktive Niedrigstrahlung, Streitbarer Materialismus Nr. 16, September 1992
- Gegen die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie / Lebendige Debatte über tote Katze, Streitbarer Materialismus Nr. 20, Januar 1996
[Bearbeiten] Literatur
- „Zäune umlegen, auf den Bauplatz vordringen“ SPIEGEL-Interview mit dem Bremer Atomphysiker Jens Scheer (KPD) über neue Aktionen gegen Brokdorf, in: Der Spiegel Nr. 8/1977, S. 89-90
- why. Jens Scheer darf in Bremen Hochschullehrer bleiben, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. April 1980 (da er „sich nicht mehr für die klassenkämpferischen Ziele der linksextremen KPD einsetzt. Er schließe jetzt Gewalt als politisches Mittel aus, sagte Scheer selbst. Jetzt sei er für die Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit der Gerichte.“.
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