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Raul Hilberg
Aus dem Web Community Wiki
| Raul Hilberg | |
|---|---|
| * 2. Juni 1926 in Wien (Österreich) | |
| † 4. August 2007 in Williston | |
| Heimatland: | Österreich |
| Wahlheimat: | Vereinigte Staaten von Amerika |
| Beruf: | Historiker, Autor |
Raul Hilberg (* 2. Juni 1926 in Wien; † 4. August 2007 in Williston, Vermont) war ein amerikanischer Historiker und Holokaustforscher österreichischer Herkunft. Mit der mehrfach aktualisierten Fassung seiner Dissertation „The Destruction of the European Jews“ („Die Vernichtung der europäischen Juden“) schrieb er das Standardwerk zur Geschichte der Shoa (NS-Judenverfolgung).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben
Hilberg, der in eine jüdische Familie aus Wien geboren wurde, wanderte 1939 im Alter von 13 Jahren mit dieser über Frankreich und Kuba in die USA aus. In Brooklyn, New York City, besuchte er die Abraham Lincoln High School. Ab 1944 diente er in der amerikanischen Armee. Seine Division war an der Befreiung des KZ Dachau beteiligt. Im Braunen Haus in München als Soldat einquartiert, stieß er kurz nach dem Krieg auf Teile der kaum benutzten Privatbibliothek Adolf Hitlers. Anschließend kam Hilberg zum War Documentation Department, das mit der Recherche nach Dokumenten beauftragt war, die zur Verfolgung von Kriegsverbrechen dienen konnten.
Ab 1948 besuchte er im Brooklyn College die Vorlesungen des Emigranten Hans Rosenberg zur Geschichte des preußischen Beamtentums. Noch im selben Jahr wechselte er an die Columbia University, um bei dem sozialistischen Juristen Franz Neumann studieren zu können. Neumanns Studie über die nationalsozialistische Diktatur, Behemoth, hatte auf Hilberg einen tiefen Eindruck gemacht. Er begann 1948 mit seiner Magisterarbeit und besprach auch schon seine geplante Dissertation The Destruction of European Jewry. 1951 erhielt er eine befristete Stelle im War Documentation Project unter Leitung von Fritz Epstein. Bis zu seiner Promotion musste er Politikwissenschaft an verschiedenen Universitäten unterrichten, nachdem sein Doktorvater und Unterstützer Neumann wegen eines Unfalls 1954 verstarb.
1955 erhielt er eine Professur an der kleinen Universität in Burlington, Vermont, an der er bis zu seiner Emeritierung 1991 (Übergang in den Rentenbezug) lehrte und forschte. Mit dem Tagebuch von Adam Czerniaków, dem Vorsitzenden des Ältestenrats des Warschauer Ghettos, edierte Hilberg 1979 eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der Verfolgung. Für Claude Lanzmanns epische «Shoah»-Filmdokumentation las und kommentierte Hilberg Auszüge aus Czerniakóws Tagebuch.
„Du warst Czerniaków“, bemerkte Lanzmann am Ende der Sequenz. Lanzmann sah in Hilberg einen Wesensverwandten von Czerniaków, dem nüchternen Chronisten des Untergangs.
Am 4. August 2007 starb Raul Hilberg im Alter von 81 Jahren in Williston, Vermont, aufgrund eines erneut auftretenden Lungenkrebsleidens, ohne jemals Raucher gewesen zu sein. In erster Ehe war er mit Christine Hemenway verheiratet. Er hinterlässt zwei Kinder aus dieser Ehe und seine zweite Ehefrau Gwendolyn H., geb. Montgomery.
[Bearbeiten] Werk
Für sein Hauptwerk Die Vernichtung der europäischen Juden wertete Hilberg zahllose Quellen aus, um die gesamte Geschichte des Holocausts zu analysieren. Erst nach einer Odyssee von sechs Jahren durch fünf Verlage wurde seine Dissertation von dem kleinen amerikanischen Verlag Quadrangle Books (Chicago) verlegt (engl. The Destruction of the European Jews, 1961). Ein wohlhabender Gönner, Frank Petschek,[1] finanzierte eine Auflage von 5.500 Exemplaren, um diese wenigstens Bibliotheken anbieten zu können.[2] Historiker von Yad Vashem beanstandeten Hilbergs kritische Einschätzung des aktiven und passiven jüdischen Widerstandes. Hans Mommsen führt für diese Abwehr folgenden Grund an: „Zu Beginn der 50er Jahre neigten fast alle Überlebenden, auch die jüdischen Verbände in den USA, sowie die internationale historische Forschung dazu, die Erinnerung an den Holocaust herunterzuspielen, ja zu verdrängen.“ [3] Auch bei Hannah Arendt, die 1959 ein Gutachten zu Hilbergs Dissertation verfasste, stieß seine akribische Untersuchung zunächst auf Ablehnung.[4] Bis heute wurde Hilbergs Hauptwerk nicht in Israel verlegt.
Der deutsche Verlag Droemer Knaur, der bereits 1963 die Rechte an Hilbergs Werk erworben hatte, entschied sich Ende 1965 gegen eine Veröffentlichung des Buchs. Auch die Verlage Rowohlt und C. H. Beck lehnten eine Publikation ab, andere schwiegen zum Thema. Der Spiegel sprach von einer „seit Jahren überfälligen Übersetzung“.[5] Der Berliner Verlag Olle & Wolter brachte das überarbeitete Buch 1982 in einer gebundenen Ausgabe heraus. Trotz guter Rezensionen erreichte das Buch wegen seines hohen Preises nur einen kleinen Leserkreis. Auch die Lizenzausgabe, die im selben Jahr 1982 in der Büchergilde Gutenberg erschien, konnte keine große Verbreitung bewirken. Walter Pehle, Lektor für Zeitgeschichte im S. Fischer Verlag, gelang es 1990 gegen interne Widerstände, Hilbergs Hauptwerk als Taschenbuch aufzulegen. Mommsen urteilt, dass damit ein „Stück skandalöser Einschränkung der Publikationsfreiheit in der Bundesrepublik beendet wurde“.[6] Im Nachruf der Frankfurter Rundschau wurde moniert, dass eine „Publikationsgeschichte von Raul Hilbergs Hauptwerk [...] noch nicht geschrieben“ worden sei.[7]
Hilbergs umfassende Darstellung der Shoa gilt weiterhin als Standardwerk zum Thema und wurde vom Autor ständig aktualisiert.[8] Hilberg wies darin auf die vielen mitwirkenden Personen und nationalsozialistischen Organisationen hin, die durch Forderungen und Initiativen zur Entschlussbildung der „Endlösung“ beitrugen. Seine Deutung fasste er 1983 so zusammen:
„Aber was 1941 begann, war kein im Voraus geplanter, von einem Amt zentral organisierter Vernichtungsvorgang. Es gab keine Pläne und kein Budget für diese Vernichtungsmaßnahmen. Sie erfolgten Schritt für Schritt, einer nach dem anderen. Dies geschah daher nicht etwa durch die Ausführung eines Planes, sondern durch ein unglaubliches Zusammentreffen der Absichten, ein übereinstimmendes Gedankenlesen einer weit ausgreifenden Bürokratie.“
– Hilberg: Newsday (NY), 23. Februar 1983
Hilberg setzte sich damit von intentionalistischen Historikern wie Eberhard Jäckel, Helmut Krausnick oder Klaus Hildebrand ab, die behaupteten, Hitler habe mit der Endlösung seine lange vorher gefassten Pläne stringent umgesetzt. Ähnlich wie die Funktionalisten unter den Historikern, namentlich Martin Broszat, Hans Mommsen und Christopher Browning, deutete Raul Hilberg den Entschluss zum Holocaust als prozesshaften Vorgang einer kumulativen Radikalisierung, der allerdings ohne die Person Hitlers nicht denkbar wäre:
„Hitler war der leitende Architekt der jüdischen Katastrophe. Er war es, der die fließenden Ideen von 1940 in die harte Realität von 1941 transformierte. Hitler machte diesen letzten Schritt zum unerbittlichen Resultat aller antijüdischen Maßnahmen [...] und er schmiedete den dezentralen Verwaltungsapparat Deutschlands um in ein Netz von Organisationen, die reibungslos zusammenwirkten, so dass die Erschießungen, Deportationen und Vergasungen nebeneinander und gleichzeitig durchgeführt werden konnten.“
– Hilberg: Täter, Opfer, Zuschauer, S. 30
Hilberg vertrat die Meinung, dass es den Tätern durch die strikte Arbeitsteilung bei der „Endlösung“ ermöglicht worden sei, sich als „kleines Rädchen im Getriebe“ zu empfinden und sich selbst von einer persönlichen Verantwortung freizusprechen.[9] Diese Deutung ist teilweise umstritten, der Kritik nach lässt sie außer Acht, dass ein gewichtiger Anteil als Augenzeuge oder Täter unmittelbar am Tötungsprozess beteiligt war.[10]
In einem Interview anlässlich einer Tagung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) im Jahr 2006 schätzte Hilberg den Anteil des bis dahin erforschten Geschehens der Shoa auf 20 Prozent.[11]
[Bearbeiten] Zitate
„Das ist Ihr Untergang.“
– Hilbergs Doktorvater Franz Neumann zu seinem Promotionsvorhaben (1948)[12]
„Gelernt haben wir von ihm, dass es keinen umfassenden Plan der Judenvernichtung gab, keinen Führerbefehl, sondern dass sich in der Konkurrenz der verschiedenen Institutionen die unterschiedlichen Vorhaben hochschaukelten zum umfassendsten Pogrom der Weltgeschichte. Hilbergs Erklärung bedarf keines übermächtigen Führers. Die von ihm geschriebene Apokalypse kommt ohne Gott und Teufel aus. Er braucht nur Menschen wie du und ich. Sein Ausgangspunkt ist nicht Hitlers Wille, sondern der Prozess, in dem Bürokraten zu Tätern wurden. Raul Hilberg hat uns gelehrt, dass die Judenvernichtung nicht die Tat einiger durchgedrehter Antisemiten, sondern ein "nationaler Akt" war, an dem die ganze Verwaltung, ja die "gesamte organisierte Gesellschaft Deutschlands" beteiligt war.“
– Arno Widmann: 7. August 2007[13]
„Wenn Sie eine Dokumentation über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden herausgeben würden, mit welchem Dokument würden Sie beginnen?
- Vielleicht mit einem Brief, den Hitler im September 1919 schrieb.[14] Darin lehnte er die Form des Antisemitismus ab, die sich auf «rein gefühlsmässige Gründe» stützte, und propagierte stattdessen den «Antisemitismus der Vernunft» - ein Antisemitismus, der «zur planmässigen gesetzlichen Bekämpfung» führen müsse und dessen «letztes Ziel unverrückbar die Entfernung der Juden überhaupt» sei. Das ist der Anfang gewesen, ein politisches Programm, das rational bestimmt war. Der von Hitler so bezeichnete «Antisemitismus der Vernunft», den er zum Regierungsprogramm machte, führte zum Mord an den europäischen Juden.“– Götz Aly und Raul Hilberg: 10. Dezember 2002[15]
[Bearbeiten] Sein Buch zur Geschichte des Holokausts
Für sein 1961 als Dissertationsabdruck erschienes Hauptwerk Die Vernichtung der europäischen Juden, in der Originalsprache: The Destruction of the European Jews, wertete Hilberg zahllose Quellen der deutschen nationalsozialistischen Führung von 1933 bis 1945 direkt in der Nachkriegszeit aus, um die gesamte Geschichte der Judenvernichtung im fast vollständig besiegten Europa, jüngere verbreitete Bezeichnungen sind Holocaust (engl. Schreibweise), Shoa, zu analysieren. Seine österreichische Herkunft und Sprachkenntnis des Deutschen erleichterten ihm dies.
Er ergänzte und erweiterte sein Buch bis 2002, das vielfach als Standardwerk bezeichnet wurde.[16] Sein Forschungsansatz war die Suche nach der Funktionsweise der Täter und ihrer Organisation der Vernichtung in von ihnen selbst angelegten Akten und nicht eine Erklärung über die Geschichte der Juden in den europäischen Staaten. Wegen der Rolle der von den Deutschen eingesetzten und dazu benutzten Judenräte in den Vernichtungsphasen vor dem Transport in die Vernichtungslager führte seine Arbeit jedoch auch zwangsläufig zu diesem (kontroversen) Aspekt der Geschichte.
[Bearbeiten] Aufbau
Hilberg beschrieb als der erste Geschichtswissenschaftler der Zeitgeschichte anhand der Akten umfassend, wie der Vernichtungsprozess in auf einander aufbauende Phasen ablief:
[Bearbeiten] Ausgrenzung
- zuerst hatte der NS-Staat „die“ Juden als „Feinde“ definiert (vgl. Nürnberger Gesetze), um sie zu entrechten und zu enteignen (vgl. Berufsverbote, Arisierung). 1933 - 1939
[Bearbeiten] Konzentration
- dann wurden sie in Judenhäusern, bzw. in neu errichtete Wohnbezirke/Ghettos „im Osten“ deportiert, konzentriert, um sie von der übrigen Bevölkerung zu trennen und verhungern zu lassen. 1939 - 1941. Und schließlich
[Bearbeiten] Fabrikmäßiger Massenmord
- wurden sie in enorm großen Zahlen erschossen oder fabrikmäßig in Gaskammern ermordet. 1941 - 1945
[Bearbeiten] Schlussfolgerungen
Daraus zieht er in Bd. 3 die Schlussfolgerungen:
Die beteiligten Täter (als Beispiele Gestapo, RSHA, Totenkopf-SS) waren jeweils nur ein kleines Rad in diesem schwer überschaubaren zugleich aber von den Zielen her allen verständlichen Mechanismus.
[Bearbeiten] Kernaussagen des Buchs
Hilbergs umfassende Darstellung der Judenvernichtung gilt seither als Standardwerk zum Thema und wurde vom Autor wiederholt aktualisiert. Hilberg wies darin auf die vielen mitwirkenden Personen und nationalsozialistischen Organisationen hin, die durch Forderungen und Initiativen zu Entschluss über die „Endlösung“ beitrugen. Seine Deutung fasste er 1983 so zusammen:
- „Aber was 1941 begann, war kein im Voraus geplanter, von einem Amt zentral organisierter Vernichtungsvorgang. Es gab keine Pläne und kein Budget für diese Vernichtungsmaßnahmen. Sie erfolgten Schritt für Schritt, einer nach dem anderen. Dies geschah daher nicht etwa durch die Ausführung eines Planes, sondern durch ein unglaubliches Zusammentreffen der Absichten, ein übereinstimmendes Gedankenlesen einer weit ausgreifenden Bürokratie.“[17]
Von Hilbergs Darstellung setzten sich spätere intentionalistische Historiker wie Eberhard Jäckel, Helmut Krausnick oder Klaus Hildebrand ab, die dann behaupteten, Hitler habe mit der Endlösung seine lange vorher gefassten Pläne konsequent umgesetzt. Ähnlich wie die später folgenden Funktionalisten unter den Historikern, wie Martin Broszat, Hans Mommsen und Christopher Browning, deutete Raul Hilberg den Entschluss zur Shoa/Holocaust als prozesshaften Vorgang einer Radikalisierung, die allerdings ohne die Person Hitlers und seinen ausgeprägten Judenhass (Antisemitismus) nicht denkbar wäre:
- „Hitler war der leitende Architekt der jüdischen Katastrophe. Er war es, der die fließenden Ideen von 1940 in die harte Realität von 1941 transformierte. Hitler machte diesen letzten Schritt zum unerbittlichen Resultat aller antijüdischen Maßnahmen [...] und er schmiedete den dezentralen Verwaltungsapparat Deutschlands um in ein Netz von Organisationen, die reibungslos zusammenwirkten, so dass die Erschießungen, Deportationen und Vergasungen nebeneinander und gleichzeitig durchgeführt werden konnten.“[18]
Hilberg vertrat die Meinung, dass es den Tätern durch die strikte Arbeitsteilung bei der „Endlösung“ ermöglicht worden sei, sich als „kleines Rädchen im Getriebe“ zu empfinden und sich selbst von einer persönlichen Verantwortung freizusprechen.[19] Diese Deutung ist teilweise umstritten. Der Kritik zufolge lasse sie außer Acht, dass ein gewichtiger Anteil als Augenzeuge oder Täter unmittelbar am Tötungsprozess beteiligt war.[20]
Spätere Autoren zu diesem komplexen Thema beschreiben vielfach seinen Einfluss auf ihre Arbeit: Götz Aly, Saul Friedländer[21], Eberhard Jäckel, Wolfgang Benz[22], Ian Kershaw, Leni Yahil.
[Bearbeiten] Editionsgeschichte
Erst nach einer über sechs Jahre dauernden Verlagssuche durch fünf Verlage wurde seine Dissertation 1961 von dem kleinen Verlag Quadrangle Books (Chicago) verlegt. Ein wohlhabender Gönner, Frank Petschek,[23] finanzierte eine Auflage von 5.500 Exemplaren indirekt durch eine garantierte Mindestabnahme, um diese 1.200 Exemplare Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.[24] Historiker von Yad Vashem beanstandeten Hilbergs kritische Einschätzung des aktiven und passiven jüdischen Widerstandes. Hans Mommsen führt für diese Abwehr folgenden Grund an: „Zu Beginn der 50er Jahre neigten fast alle Überlebenden, auch die jüdischen Verbände in den USA, sowie die internationale historische Forschung dazu, die Erinnerung an den Holocaust herunterzuspielen, ja zu verdrängen.“ [25] Auch bei Hannah Arendt, die 1959 ein Gutachten zu Hilbergs Dissertation verfasste, stieß seine akribische Untersuchung zunächst auf Ablehnung während sie gleichzeitig die Ergebnisse durchaus nutzte.[26] Hilbergs Hauptwerk wurde nicht in Israel verlegt.[27] Auch der deutsche Verlag Droemer Knaur, der bereits 1963 die Rechte an Hilbergs Werk erworben hatte, entschied sich Ende 1965 gegen eine Veröffentlichung des Buchs. Die Verlage Rowohlt und Beck lehnten ebenfalls eine Publikation ab, andere schwiegen zum Thema. Der Spiegel sprach von "Wortbruch" und von einer „seit Jahren überfälligen Übersetzung“.[28] Der Berliner Verlag Olle & Wolter brachte das überarbeitete und um 15% erweiterte Werk 1982 in einer gebundenen Ausgabe parallel zur Wiederholung der Fernseh-Serie "Holocaust" heraus. Hilberg sprach deshalb von einer "second edition", einer zweiten Ausgabe der Fassung von 1961. Es war weltweit die erste Übersetzung. Deswegen erwarb der Verlag Olle & Wolter auch die Weltrechte bis auf die englische Sprache. Personen und Institutionen wie Otto Schily, Lea Rosh, Artur Brauner, Claude Lanzmann und die Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg wurden auf die Publikation aufmerksam. Hilberg, der 20 Jahre auf eine Ausgabe im Land der Täter warten musste, schrieb am 14. Juli 1982 froh über das "joint venture" an Ulf Wolter "I am glad that you are my publisher in Germany." (Olle & Wolter; dt. ...bin erfreut, dass Sie mein Verleger in D...) Es gab allerdings Lob und Tadel für die Veröffentlichung, u. a. Hans Mommsen äußerte wegen der Sorge um die Publikationsfreiheit eine Hochachtung für die Herausgabe des Buches. Die FAZ sprach von einem "bedeutenden Buch", der Spiegel von einem "unübertroffenem Standardwerk". Das Echo war beträchtlich und zunächst positiv. Der Holocaust war zu der Zeit in Deutschland und international ein noch zu brechendes Tabu. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hatte 1982 noch kein Buch zum Themenkreis Holocaust/Nationalsozialismus im Programm. 1982 erschien in der Büchergilde Gutenberg eine preiswertere Lizenzausgabe in vergleichsweise hoher Auflage. Bereits 1985 fragten der Fischer Verlag, der ursprünglich zu den Ablehnern gehörte, und weitere Verlage nach den Taschenbuchrechten. 1988 erschien dann die erste Übersetzung in Frankreich. Walter Pehle, als Lektor für Zeitgeschichte im S. Fischer Verlag, gelang es 1990 gegen verlagsinterne Widerstände, Hilbergs dreibändiges Werk dort als Taschenbuch aufzulegen. Hans Mommsen urteilte danach, dass nun ein „Stück skandalöser Einschränkung der Publikationsfreiheit in der Bundesrepublik beendet wurde“.[29]
Für 2009 soll in Israel das Erscheinen einer Übersetzung vereinbart worden sein. Zuletzt im Nachruf der Frankfurter Rundschau wurde darauf hingewiesen, dass eine „Publikationsgeschichte für Raul Hilbergs Hauptwerk [...] noch nicht geschrieben“ worden sei.[30]
[Bearbeiten] Ausgaben (Auswahl)
Ausgaben von Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden.
- Originalsprache Englisch:
- The Destruction of the European Jews. Chicago, Quadrangle, 1961. (First Edition) - ; 2nd ed. 1967; 3rd ed. bei Holmes & Meier, New York 1973; 4th ed. 1985
- Publisher Franklin Watts; 1st New Vewpoints ed edition, 1973. ASIN: B000735G5E
- Harpercollins College, 1979. ISBN 0-06-131959-7
- Revised edition, 3 vols. continuously paginated. New York, Holmes and Meier, 1985. xii + 1274 Seiten. ISBN 0-06-131959-7 (und eine Student Edition 1986; 360 Seiten. ISBN 0-8419-0910-5)
- New Haven and London, Yale University Press, 2003. 3 Bd., xvi + 1388 Seiten. ISBN 0-300-09585-6
Deutsche Ausgaben:
- Deutsche Erstausgabe: Herausgegeben von Ulf Wolter, aus dem Englischen von Christian Seeger u.a., Olle & Wolter, Berlin 1982, ISBN 3-88395-431-4;
- Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M, Olten, Wien, 1982/83, ISBN 3-7632-2763-6; Lizenzausgabe (nicht lieferb.)
- Durchgesehene und erweiterte Taschenbuchausgabe in drei Bänden, Übers. aus dem Englischen von Christian Seeger, Harry Maor, Walle Bengs, Wilfried Szepoan, S. Fischer, Frankfurt a. M., 1990 und Folgejahre. 1352 Seiten. ISBN 3-596-24417-X (Zuschüsse von einer genannten Einzelperson und dem Zentralrat der Juden in Deutschland)
- S. Fischer, Frankfurt a.M., November 1999, 1352 Seiten. ISBN 3-596-24417-X (Nach Verlagsangabe ist dies die zehnte, eine durchgesehene und erweiterte und die aktuelle dt. Auflage.)
- Übersetzungen:
- La Destruction des Juifs d'Europe, éd. Fayard et Gallimard, 1988, deux vol., 1991 ; troisième édition, trois volumes, Gallimard, 2006 (frz.)
- La distruzione degli ebrei d'Europa. Torino : Einaudi, 1999. 1479 S. A cura di Frediano Sessi. [Trad. di Frediano Sessi e Giuliana Guastalla] – 1999, Nuova ed. riv. e ampliata – (ital.)
- La Destruccion De Los Judios Europeos (Cuestiones De Antagonismo). Akal Ediciones, 2005. 1456 Seiten. ISBN 84-460-1809-8 (span.)
- (japanisch, o. A.)
[Bearbeiten] Wirkung und Rezeption
Von Beginn an war das Werk vor allem mit der Kritik konfrontiert, Hilberg bewerte zum einen die Rolle der Judenräte zu negativ und marginalisiere zum anderen die Bedeutung des jüdischen Widerstands. "Positives" zu liefern, gehörte nicht zum Anliegen Hilbergs. Er wandte sich gegen eine "Opfer-orientierte" Geschichtsschreibung und vertrat stattdessen den Standpunkt, der Vernichtungsprozess müsse von der Täterseite her analysiert werden. Kritik erfuhr Hilberg für sein Buch, weil er als erster Nicht-Revisionist überhaupt versuchte, die Zahl der ermordeten Juden einigermaßen genau zu ermitteln. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Opferzahl lediglich das Ergebnis sehr grober Schätzungen, die kurz nach Kriegsende vorgenommen worden waren. Zu den Verdiensten Hilbergs gehört es, diese wissenschaftliche Diskussion initiiert und möglich gemacht zu haben.[31] Auch Rechtsextremisten und Revisionisten beriefen sich auf Hilbergs Forschungen.[32]
[Bearbeiten] Rezensionen des Buches
Zur 1. Auflage:
- Andreas Dorpalen: review of Raul Hilberg, Destruction of the European Jews, Journal of Modern History, 34:2 (1962), 226-27.
Zu späteren Auflagen:
- Fritz Bauer Institut: Frankfurt, Newsletter zur Geschichte und Wirkung des Holocaust · Nr. 24, F/M., Frühjahr 2003
- Tom Lawson (King Alfred's University College, Winchester): Reappraisal. In: history.ac.uk/reviews/ April 2004.
- Aishe Malekshahi: in: Deutschlandfunk – 13. Aug. 2007
- David S. Wyman: Managing The Death Machine. In: The New York Times, 11. August 1985
- Der Spiegel Nr. 41, 1979, Heinz Höhne , "Selten skrupel", [1]
- Die Zeit, 9. Juli 1982, Nr. 28, S. 30 "Auschwitz - gut lesbar"
- Die Zeit, 9. November 1990, Nr. 46, S. 12, Friedemann Bedürftig, "Ungerührt und pünktlich"
[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)
- 1955 Clark F. Ansley Award, Columbia University, für die beste geisteswissenschaftliche Dissertation
- 1999 Marion-Samuel-Preis der »Stiftung Erinnerung Lindau« (erstmalige Vergabe)
- 2002 Geschwister-Scholl-Preis
- 2002 Großes Bundesverdienstkreuz
- 2002 Ehrendoktorwürde der Universität Wien
[Bearbeiten] Mitgliedschaften
- President's Commission on the Holocaust (bei US-Präsident Jimmy Carter)
- United States Holocaust Memorial Council
- Amerikanische Gesellschaft für internationales Recht
- Jewish Studies Association
[Bearbeiten] Weitere Veröffentlichungen
- Unerbetene Erinnerung. Der Weg eines Holocaust-Forschers. Aus dem Amerikanischen von Hans Günter Holl. S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M., 1994 (2. Auflage), 175 S., ISBN 310-033621-6
- Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933-1945. fi-Tb 13216, S. Fischer, Frankfurt a.M., 1996, ISBN 3-596-13216-9 (gewidmet Bernhard Lichtenberg, Berliner Dompropst)
- Die Quellen des Holocaust. Entschlüsseln und Interpretieren. S. Fischer, Frankfurt a.M. 2002, ISBN 3-10-033626-7
- Sonderzüge nach Auschwitz. Dumjahn Verlag, Mainz 1981, 276 S., bzw. Frankfurt a.M., 1987. Übersetzung von Gisela Schleicher. Vorwort von Adalbert Rückerl. (Mit 70 Fotos und 66 überwiegend faksimilierten Dokumenten sowie 7 Karten, ISBN 3-921426-18-9. Original: The Role of the German Railroads in the Destruction of the Jews. 1976, 44 Seiten, Rezension von Eberhard Jäckel, 1985)
- Raul Hilberg (Hrsg.): The Warsaw diary of Adam Czerniaków. Prelude to doom. Stein, Day, New York, 1979, 420 Seiten, ISBN 0812825233 (engl.)
Dt: Im Warschauer Getto. Das Tagebuch des Adam Czerniaków 1939 - 1942, Beck, München 1986, ISBN 3-406-31560-7
[Bearbeiten] Sekundärliteratur
- Kershaw, Ian: Improvised Genocide? The emergence of the ‘Final Solution’ in the ‘Wharthegau’, Transactions of the Royal Historical Society, 6th ser., 2 (1992) 51-78.
- Kogon, Eugen: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. Alber, München 1946 (zuletzt: Heyne, München 2004, ISBN 3-453-02978-X)
- Osang, Alexander: "Hitler war doch nicht dumm." Raul Hilberg ist einer der bedeutendsten Holocaust-Forscher – ...In München bekommt er jetzt den Geschwister-Scholl-Preis, Der Spiegel, 2002, 49, S. 191 - 194, Online-Datei
- Welzer, Harald: Auf den Trümmern der Geschichte. Gespräche mit Raul Hilberg, Hans Mommsen, Zygmunt Bauman, Edition Diskord, Tübingen 1999
[Bearbeiten] Grundlegende Literatur zur Shoa nach Hilbergs Buch
- Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1989 (1958 1. A.), ISBN 3-498-00884-6.
- Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände (bis 2008 erschienen: 8 Bände). C. H. Beck, München 2005– . ISBN 978-3-406-52960-3 (Rezension)
- Götz Aly, Wolf Gruner, Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl, Hartmut Weber (Hrsg.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945, Bd. 1: Deutsches Reich 1933-1937, Oldenbourg Verlag, München, 2007, 811 Seiten. ISBN 3-486-58480-4, Rezensionen bei perlentaucher.de (Ein kommentierter Quellenabdruck von 320 Dokumenten. Weitere Bd. in Vorbereitung)
- Israel Gutman u. a. (Hrsg.): Ha-Entsiklopedya shel ha-Shoah (hebr.: האנציקלופדיה של השואה), Jerusalem: Yad Vashem; Tel Aviv: Sifriat Poalim Publishing House, 1990. 6 volumes. ISBN 965-04-2085-1 (zugleich The Encyclopedia of the Holocaust, New York: Macmillan, 1990. ISBN 0-02-896090-4.)
- Saul Friedländer: Den Holocaust beschreiben. Auf dem Weg zu einer integrierten Geschichte. Wallstein, Göttingen, 2007. ISBN 978-3-8353-0185-6
- Karin Orth: Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburger Edition, Hamburg, 1999. ISBN 3-930908-52-2.
- Johannes Tuchel: Die Inspektion der Konzentrationslager 1938-1945. Edition Hentrich, Berlin, 1994, ISBN 3-89468-158-6
- Leni Yahil: Die Shoa. (Original: ha-Sho'ah, Goral Jehudei Europa, 1932-1945. Schocken Jerusalem, 1987), Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, deutsch nach der Auflage von 1990 (Appar. überprüft und Zitate übersetzt von L. Yahil)
[Bearbeiten] Filme
- Shoa, 1985, Regie: Claude Lanzmann
[Bearbeiten] Netzverweise
- Introduction to «The Destruction of the European Jews», Yale University Press
- A Reappraisal of Raul Hilberg's «The Destruction of the European Jews» by Tom Lawson for the Institute of Historical Research
- The Revised Hilberg by Christopher Browning, Simon Wiesenthal Center
- Laudatio von Hans Mommsen anlässlich der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises, archiviert auf Archive.org
- Kurz-Bio und Zitate auf facinghistory.com, mit Video-Clip (0:55 Min.), archiviert auf Archive.org
- Raul Hilberg in der Internet Movie Database
- Raul Hilberg und Walter Manoschek im Gespräch, 60 Min., Video der Abschlussdiskussion einer Tagung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), 7. – 8. Juni 2006: „The legacy of Simon Wiesenthal for Holocaust Studies“
- Interviews
- "Eichmann war nicht banal", Die Welt, 28. August 1999
- „Rücksicht auf die Verbündeten.“ Ein Gespräch mit Raul Hilberg über Norman Finkelsteins Buch The Holocaust Industry, Berliner Zeitung, 4. September 2000
- Interview mit Raul Hilberg: "Ich fälle kein Urteil" – Raul Hilberg: Auf ein Warum kann ich nicht antworten, weil ich lebenslang nur erforschte, was geschah. Ich wollte wissen, wie etwas zustande kam. taz, 2002
- „Geschichte reicht in die Gegenwart. Ein Gespräch mit dem Historiker Raul Hilberg von Götz Aly“, NZZ, 10. Dezember 2002
- Artikel
- „Logik des Grauens“, Die Zeit, 1. Juni 2006, „Was wissen wir heute wirklich vom Holocaust? Eine Bestandsaufnahme 20 Jahre nach dem Historikerstreit“ von Götz Aly
- „Hinter dem Fenster.“, taz, 2. Juni 2006, „Der Historiker des Holocausts: Raul Hilberg, Autor der klassischen Studie "Die Vernichtung der europäischen Juden", feiert seinen 80. Geburtstag“
- „Zum 80. Geburtstag von Raul Hilberg“, Die Welt, 2. Juni 2006
- „Allein mit den Quellen“, Berliner Zeitung, 2. Juni 2006
- Nachrufe
- „Professor Emeritus Raul Hilberg, Eminent Holocaust Scholar, Dies at 81“, University of Vermont, 5. August 2007
- „Die Akten zum Sprechen bringen“, Tagesspiegel, 6. August 2007, von seinem Lektor Walter Pehle
- „Den Tätern auf der Spur. Der Pionier der empirischen Holocaust-Forschung Raul Hilberg ist gestorben“, Berliner Zeitung, 7. August 2007
- „Raul Hilberg, 81, Historian Who Wrote of the Holocaust as a Bureaucracy, Dies“, New York Times, 7. August 2007
[Bearbeiten] Quellenangaben
- ↑ zu Petschek siehe Quelle
- ↑ „Geschichte reicht in die Gegenwart“, NZZ, 10. Dezember 2002
- ↑ Hans Mommsen in der Laudatio 2002
- ↑ Götz Aly: „Logik des Grauens“, Die Zeit, 1. Juni 2006
- ↑ Heinz Höhne in SPIEGEL vom 8. Oktober 1979
- ↑ Hans Mommsen: Laudatio
- ↑ Arno Widmann: „Die Vernichtung der europäischen Juden“, Frankfurter Rundschau, 7. August 2007
- ↑ Hilberg-Nachruf, zeitgeschichte-online.de, PDF-Datei
- ↑ Hilberg: Täter, Opfer, Zuschauer, S. 9
- ↑ Michael Kißener: Das Dritte Reich. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-14726-X, S. 39
- ↑ „Holocaust: "Wir wissen erst 20 Prozent". Zur Tagung des neuen "Wiesenthal-Instituts" war der Begründer der Holocaust-Forschung, Raul Hilberg, in Wien, 10. - 11. 6. 2006.“ Standard-Interview, 9. Juni 2006
Der Standard: Herr Hilberg, weiß man heute so gut wie alles über den Holocaust?
Hilberg: „So gut wie 20 Prozent. Hierzulande und natürlich in Deutschland ist der Fortschritt schon größer, aber wenn man nach Tschechien geht, weiß man noch fast gar nichts. Die Akten sind noch nicht zugänglich. Wir wissen überhaupt nicht sehr viel über den Osten. Zweitens wissen wir nicht sehr viel über manche Organisationen - die Organisation Todt (Anm: Name einer SS-Firma zur Zwangsarbeit nach dem Minister T. genannt) reichte von den Kanalinseln bis zum Süden der Ukraine. Und über das Leben der jüdischen Gemeinden wissen wir sehr wenig. Es wurde nicht so geforscht, weil man bestimmte Dinge - dass die Armen zuerst starben und dann erst die Wohlhabenden - nicht so genau wissen wollte. Und was ist vor allem mit diesen vielen, vielen Zuschauern?“ - ↑ Christian Esch: „Allein mit den Quellen“, Berliner Zeitung, 2. Juni 2006
- ↑ „Die Vernichtung der europäischen Juden“, Frankfurter Rundschau, 7. August 2007
- ↑ Hitler-"Brief" 1919, NS-Archiv - Dokumente zum Nationalsozialismus
- ↑ „Geschichte reicht in die Gegenwart. Ein Gespräch mit dem Historiker Raul Hilberg von Götz Aly“, NZZ, 10. Dezember 2002
- ↑ Siehe dazu insbesondere die diversen Nachrufe unter Weblinks
- ↑ "Newsday" (NY), 23. Februar 1983
- ↑ Hilberg: Täter, Opfer, Zuschauer, S. 30
- ↑ Hilberg: Täter, Opfer, Zuschauer, S. 9
- ↑ Michael Kißener: Das Dritte Reich. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-14726-X, S. 39
- ↑ S. F. im Interview, 2007
- ↑ Nach Der Spiegel vom 6. August 2007
- ↑ Zu Petschek siehe Die Zeit 1995
- ↑ „Geschichte reicht in die Gegenwart“, NZZ, 10. Dezember 2002
- ↑ Hans Mommsen in der Laudatio 2002
- ↑ Götz Aly: „Logik des Grauens“, Die Zeit, 1. Juni 2006
- ↑ Der Spiegel, Nr. 41, 1979, Heinz Höhne,Selten Skrupel.
- ↑ Heinz Höhne: Selten Skrupel in SPIEGEL vom 8. Oktober 1979 (eigentlich eine Fehlanzeige.)]
- ↑ Hans Mommsen: Laudatio
- ↑ Arno Widmann: „Die Vernichtung der europäischen Juden“, Frankfurter Rundschau vom 7. August 2007
- ↑ Knut Mellenthin: Raul Hilberg (1926-2007) Er pfiff auf den Mainstream
- ↑ [Der Standard: Holocaust: "Wir wissen erst 20 Prozent", 1. 9. 2006
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Die Vernichtung der europäischen Juden
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