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Rudolf Benario
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| Rudolf Benario | |
|---|---|
| * 1908 in ? (Deutschland) | |
| † 12. April 1933 in Konzentrationslager Dachau | |
| Heimatland: | Deutschland |
| Wohnort: | Berlin, Würzburg, Erlangen, Fürth |
| Religion: | Judentum |
| Alter: | 0 Tage
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Rudolf Benario, Arthur Kahn und Ernst Goldmann, drei Fürther bzw. Nürnberger Bürger mit jüdischer Familie, waren im April 1933 die ersten Todesopfer im Konzentrationslager Dachau und gelten damit auch als die ersten jüdischen Opfer in den NS-Konzentrationslagern. Für das KZ Dachau war am 21. März 1933 die Anordnung Himmlers, seit zwei Wochen kommissarischer Polizeipräsident von München, in einer Pressekonferenz bekannt gemacht worden, dass ein politisches Konzentrationslagers bei Dachau errichtet wird.[1]
Dr. Rudolf Benario (* 1908) und Ernst Goldmann (* 1908), waren beide der KPD nahestehend. Während seines Studiums in Berlin, Würzburg und Erlangen engagierte sich Benario politisch im Republikanischen Studentenbund und in der KPD. Über die Verhaftung von Benario berichtete der „Fürther Anzeiger“ in seiner Ausgabe vom 10. März 1933: Der „… sattsam bekannte kommunistische Winsler und Jude Benario [wurde] in Schutzhaft genommen“.
Seine Deportation nach Dachau folgte am 11. April 1933. Schon am 12. April 1933 ließ der Kompanieführer der Wachmannschaft im KZ Dachau Benario, Goldmann und Kahn (aus Nürnberg) antreten und ging mit ihnen zum Schießplatz.
Kurz darauf wurden sie angeblich „auf der Flucht erschossen“.[2]
Der erste Kommandant war Hilmar Wäckerle, er verfasste danach im Mai auf Anweisung Himmlers die erste vorläufige Lagerordnung. In ihr war festgehalten, dass sämtliche Gerichtsbarkeit des Lagers allein beim Kommandanten lag. Er konnte sogar Häftlinge zum Tode verurteilen, sofern zwei Wachen zustimmten.[3]
Anfang Juni übernahm die SS von der Polizei im KZ Dachau die alleinige Bewachung. Ende Juni wurde Theodor Eicke Lagerkommandant. Eicke drängte darauf, das Lager für Außenstehenden völlig abzuschließen; selbst die Feuerwehr durfte das Gelände nicht einmal betreten, um die Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften zu prüfen.[4]
Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelte während einiger Wochen wegen der drei Häftlingserschießungen. Nach wenigen Monaten wurden sämtliche Verfahren eingestellt. Das Konzentrationslager Dachau war damit zum rechtsfreien Raum geworden.
[Bearbeiten] Netzverweise
[Bearbeiten] Zitate, Quellennachweise
- ↑ Münchner Neueste Nachrichten 21. März 1933. Platz für 5000 Gefangene.
- ↑ Komitee zum Gedenken der Fürther Shoah-Opfer (Bearbeitung Gisela Naomi Blume): Memorbuch zum Gedenken an die von den Nazis Ermordeten Fürther Juden. Fürth, 1997. S. 47f und S. 137; Hans-Günter Richardi: Schule der Gewalt. Das Konzentrationslager Dachau 1933-1934. München 1983. S. 88 ff.; Udo Sponsel, Helmut Steiner: Erinnerung an Rudolf Benario. Eines der ersten Opfer des nationalsozialistischen Terrors. In: Fürther Heimatblätter 1997, Nr. 2.
- ↑ Gründe für die Todesstrafe waren z. B. „tätlich werden gegen Lagerpersonal“ oder „gemeinsame Gehorsamsverweigerung“ oder „Anstiftung“ dazu.
- ↑ Zdenek Zofka: Die Entstehung des NS-Repressionssystems