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Schlacht bei Poltawa

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Die Schlacht bei Poltawa in der Nacht auf den 8. Juli 1709 entschied den Großen Nordischen Krieg zwischen Russland unter Zar Peter dem Großen und Schweden unter König Karl XII letztlich zugunsten Russlands. Ihr folgte am 11. Juli die Kapitulation des Großteils des verbliebenen schwedischen und des verbündeten Kosakenheeres. König Karl konnte auf osmanisches Gebiet entkommen. Dem Krieg lag eine Allianz aus dem sächsische Kurfürstentum und zugleich polnischer König August der Starke, dem dänischen König Friedrich IV. und Russlands Zar Peter I., genannt der Große, gegen Schweden zugrunde. Der Schlacht ging eine mehrmonatige Belagerung der Stadt Poltawa mit 8.000 Mann voraus. Die russische Garnison von 4.200 Soldaten wurde durch ukrainische Kosaken und die bewaffnete Bevölkerung (insgesamt 2.600 Mann) erfolgreich unterstützt. Ende Mai kamen die russischen Hauptstreitkräfte auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Worskla an.

Beteiligt waren an der Schlacht die russische Armee mit 45.000 Soldaten und 72 Artilleriegeschütze und 25.000 schwedische Soldaten mit nur 4 einsatzfähigen Geschützen. Die schwedischen Verluste an Leben bewegten sich in der Größenordnung von zehn Tausend Mann.

[Bearbeiten] Ort

Die der Schlacht den Namen gebende Stadt liegt ca. 350 km südöstlich von der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Poltawa war eine Festungsstadt. Die dort siedelnden Kosaken hatten weitreichende Autonomierechte, nachdem sie sich 1648-1658 in Befreiungskriegen von der polnischen Oberherrschaft gelöst und an Russland angelehnt hatten. Heute leben dort etwa 310 Tsd. Einwohner. Es gibt vor allem Maschinenbau und Nahrungsmittel- und Leichtindustrie; eine Agrarakademie, eine pädagogische, eine industrielle, eine ökonomische Universität und eine linguistische Hochschule. Poltawa ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Zentralukraine.

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Englund: Poltava. 1988
    • und: The Battle That Shook Europe - Poltava and the Birth of the Russian Empire. Tauris Publishing, London, 2002. ISBN 1-86064-847-9

[Bearbeiten] Netz