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Atatürk

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Mustafa Kemal Atatürk
* 19. Mai 1881 in Thessaloniki (Türkei)
10. November 1938  in Istanbul
Heimatland: Türkei
Beruf: Politiker
Alter: 57 Jahre
Männlich
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Mustafa Kemal Atatürk (Atatürk als Ehrenname steht für "Vater der Türken", bürgerlicher Name Mustafa Kemal * 1881 (19. Mai)** in Thessaloniki ehem. Selânik/Saloniki ; † 10. November 1938 in Istanbul im Dolmabahçe-Palast) ist der Begründer der modernen Türkei. Als Berufsoffizier stieg er bei der Verteidigung der Halbinsel Gallipoli gegen alliierte Truppen, im Abwehrkampf ab 1921 gegen die nach Anatolien vordringenden Griechen sowie im Krieg mit Armenien zum Oberbefehlshaber auf. Ab 1923 war er erster Präsident der aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen Republik Türkei (29. Oktober 192310. November 1938).

Von fünf Geschwistern überlebte nur Mustafa und die Schwester Makbûle Atadan die Kindheit. Sein eigenes genaues Geburtsdatum steht nicht fest. Mustafa Kemal wählte dafür später selbst den ** 19. Mai – das Datum, an dem er 1919 (mit 38 Jahren) in der anatolischen Küstenstadt Samsun landete. Der langjährige Junggeselle heiratete am 29. Januar 1923 Lâtife Uşaklıgil, eine von westlichen Einflüssen geprägte Frau. Die unverschleierte Ehefrau begleitete ihn bei offiziellen Reisen durch die Türkei. Sie arbeitete mit ihm auch Reden aus. Am 5. August 1925 löste er, noch nach altem islamischem Recht, einseitig die Ehe. (Das Türkische Zivilgesetzbuch entstand nach dem Beispiel des Schweizerischen Zivilgesetzbuches im Jahr 1926 und hob auch das Islamische Scheidungsrecht auf, 17. Februar 1926)

Eine besondere politische Leistung war der Wandel der Staatsordnung zu einer religionsunabhängigen (laizistischen) Republik (Vorbild Frankreich). Als Kalifen waren nämlich die osmanischen Herrscher bis dahin „der Schatten Gottes auf Erden“ und religiöse Oberhäupter aller Muslime. Am 3. März 1924 beschloss die Nationalversammlung auf seinen Antrag hin die Abschaffung des Kalifenamts (Kalifat). In der Folge wurden die Derwischklöster und die religiösen Gerichtshöfe geschlossen. Die allgemeine (weltliche) Schulpflicht wurde eingeführt und alle Schulen einem staatlichen Erziehungsministerium unterstellt. Bis 1928 wurde die osmanische Sprache in der arabischen Schrift notiert. Mustafa Kemal ließ diese durch das lateinische Alphabet ersetzen, das der vokalreichen türkischen Sprache besser entsprach. Der Koran wurde auf seine Initiative ins Türkische übertragen und er las im Dolmabahçe-Palast daraus als erster öffentlich vor.

Zu den faschistischen Diktatoren Mussolini und Hitler hielt Atatürk deutlichen Abstand und gewährte vielen Flüchtlingen Asyl und Arbeitsplätze. Auch von der kommunistischen Ideologie distanzierte er sich.

Zitate von Atatürk[Bearbeiten]

  • Im politischen und gesellschaftlichen Leben unseres Volkes und seiner geistigen Erziehung soll uns Wissenschaft und Technik ein Wegweiser sein. Dank der Schule und ihrer Unterweisung in Wissenschaft und Technik kann sich das türkische Volk, seine Kunst, seine Wirtschaft, seine Lyrik und Literatur in vollster Blüte entfalten (1922)
  • Religion ist eine Gewissensfrage. Jeder hat die Freiheit, seinem eigenen Gewissen zu gehorchen. Wir haben Achtung vor der Religion. ()
  • Meine Herren, mein Volk, merkt Euch eins: Die türkische Republik wird niemals ein Land für Scheiche, Derwische, Sekten und ihre Anhänger sein. Der einzige wirklich richtige Orden ist der Orden der Zivilisation. (1925)
  • Yüksek Türk! Senin için yüksekliğin hududu yoktur. İşte parola budur. (Wie schön für den, der von sich sagen kann, ein Türke zu sein. 1933)
  • Bei Erfolg sollte man seinen Stolz überwinden, bei Katastophen seine Hoffnungslosigkeit (1930)

Literatur[Bearbeiten]

Netzverweise[Bearbeiten]